"Die Welt geht den Bach runter“

Interview: Robert Rotifer | Feuilleton | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Style-Ikone Beth Ditto über die Regeln der Punkszene, Barack Obamas Hoffnungslosigkeit, die Occupy-Bewegung und das neue Album ihrer Band Gossip

Im ländlichen Hauptquartier von Xenomania, der Hitfabrik des mächtigen britischen Produzenten Brian Higgins, wird üblicherweise an den Produkten vollblütiger Popphänomene wie Girls Aloud oder Kylie Minogue geschnitzt. Jetzt sind auch Gossip hier gelandet; das 1999 in Olympia, Washington als Punkband gegründete Trio um die Sängerin Beth Ditto hat sein neues Album "A Joyful Noise“ gemeinsam mit Xenomania produziert.

Nach ihrem Durchbruch in den Mainstream 2006 mit dem dritten Album "Standing in the Way of Control“ hatten Ditto, Hannah Blilie (Schlagzeug) und Brace Paine (Bass und Gitarre) sich mit dem Nachfolger "Music for Men“ 2009 dem großen Authentiker Rick Rubin anvertraut, nebenbei avancierte die übergewichtige Sängerin zur Style-Ikone und zum Liebkind der Modewelt. Der Weg zu Higgins kommt einem unverschämten Bekenntnis zum

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