Hörgewohnheiten biegen, bis sie brechen: ein Soundtrip in die "Wildernis“ der Elektroniker Kilo

Feuilleton | Musikkritik: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Die beiden Wiener Musiker Markus Urban und Florian Bogner haben als Kilo einen weiten Weg zurückgelegt, seit sie vor acht Jahren mit dem hübschen Listening-Techno-Album "Augarten“ (2004) debütierten - zu einer Zeit, als Minimal Techno gerade noch interessant war und nicht nur für schnell hingeworfene Tracks stand. Während viele Produzenten zu dieser Zeit das Experimentieren zugunsten von Malen nach Zahlen aufgaben, entwickelten sich Kilo genau in die Gegenrichtung.

Schon auf dem Nachfolger "Kilo“ poppten 2006 Sounds auf, die der Funktionalität von Techno massiv zuwiderliefen. Nach einer Veröffentlichungspause von über fünf Jahren hat sich das Duo nun völlig vom Four-to-the-Floor-Geschehen ausgeklinkt, wie das flirrend vielschichtige neue Album "The Wildernis“ beweist.

In elf Stücken zeigen Urban und Bogner, wie weit man den Bogen spannen kann, wenn man sich nur traut. Dass digitale Sounds in der elektronischen Musik mit akustischen Instrumenten (hier: Gitarre, Cello, Zither,

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