Viereinhalb Ideen in viereinhalb Stunden

Feuilleton | Theaterkritik: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Die Griechenlandkrise erreicht das Burgtheater: Matthias Hartmanns Inszenierung "Das Trojanische Pferd“ im Kasino

Der Trojanische Krieg dauerte zehn Jahre. Auch Matthias Hartmanns viereinhalbstündige Inszenierung "Das Trojanische Pferd“ hat Überlänge.

Im Unterschied zu der Aufführung im Kasino kann man vom Trojanischen Krieg zwar nicht so genau sagen, ob er überhaupt stattgefunden hat. Aber wenigstens hatten die Griechen ein Motiv: Der trojanische Prinz Paris hatte ihnen die schöne Helena geraubt. Was Hartmann dazu bewogen hat, "Das Trojanische Pferd“ zu inszenieren, bleibt unklar.

Der Trojanische Krieg ist einer der größten Mythen der europäischen Kulturgeschichte. Er wird von Homer ("Ilias“) besungen und von zahllosen Autoren nacherzählt, er lieferte den Stoff für zahlreiche große Dramen der Theaterliteratur. Im Kasino wird eine Art "Best of Troja“ gespielt.

Aus der "Ilias“ (in der Nachdichtung von Raoul Schrott) sowie aus 18 weiteren Texten haben Regisseur Hartmann


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