Ohren auf  Sammelkritik: Ramboy, das Label des US-holländischen Jazzers Michael Moore

Der Pudding wackelt, macht aber keine Faxen

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Entgegen anderslautenden Andeutungen gibt es CDs noch als materielles Substrat und man kann dieses sogar käuflich erwerben. Der aus den USA stammende, nicht mit dem gleichnamigen Gonzo-Doku-Filmer zu verwechselnde und seit drei Jahrzehnten in den Niederlanden lebende (Bass-)Klarinettist und Altsaxofonist Michael Moore etwa be- und vertreibt sein kleines Label Ramboy Recordings über das Internet: Unter www.ramboyrecordings.com kann man den Katalog sichten und die CDs auch gleich bestellen. Die jüngsten (hier besprochenen) Alben etwa kosten alle € 6,- (zuzüglich Porto), das ist echt nicht die Welt. Und die beiden Dylan-Tribute-Alben von Jewels & Binoculars, die schwer zu kriegen sind und zu Liebhaberpreisen gehandelt werden, sind um € 15,- zu haben. Sie gehören zum Schönsten, was der Jazz in diesem Jahrtausend hervorgebracht hat.

"Ram“ bedeutet im Englischen u.a. "Widder“ und Available Jelly schlicht: erhältliches Gelee. Der Livemitschnitt (zwei CDs) von Moores Sextett in Baarle


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