Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Mitten im Pfeil-Viertel: bürgerlich, aber nicht bieder

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Ich hab hier einmal gewohnt, als Säugling. Danach gab’s nicht viele Anlässe, um in dieses von Strozzigasse, Lerchenfelder und Josefstädter Straße sowie Blindengasse recht exakt umzirkelte Grätzel einzudringen - dubiose Lokaltipps von Florian Klenk einmal ausgenommen. Und siehe da: Das primär grau erinnerliche Quartier ist bezaubernd, pittoresk, hat Alleen, Parks, Radwege, Spielplätze und sogar einen Bürgergarten, wo früher eine Hundezone war. Hätte ich den Josefstädtern gar nicht zugetraut, toll.

Bernhauer kocht den Spargel

Wie es typisch ist für den achten Bezirk, halten sich hier Lokale seit Jahrzehnten, die das anderswo nicht könnten. Man führt das auf die Dichte an Studentenheimen zurück, sicher ist man sich da aber nicht. Und es kommen neue.

Das Bernhauers, zum Beispiel, ein hübsches Ecklokal, in dem der frühere Novelli-Koch Gerhard Bernhauer eine moderne, mediterrane, sehr saisonale Karte (derzeit ein Spargelmenü, dass es echt kann) kocht. Ob man jetzt auch hier unbedingt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige