Kindermusiktheater  Tipp

"Aladdin Jr.“: I’m a Genie in a Bottle

Lexikon | Barbara Schellner | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Dschinni, Dschinni, Dschinni! Die jungen Gäste der Stadthalle können kaum an sich halten. Es wird gekreischt, geklatscht und gejubelt. Der heimliche Star der Show "Aladdin Jr.“ soll, wenn es nach dem Publikum geht, am besten nie wieder die Bühne verlassen. "Aladdin“ zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Disney-Zeichentrickfilmen.

In Wien wird das Abenteuer als Produktion des Performing Center Austria in Kooperation mit Disney als Disneys Junge Bühne in die Halle F gebracht. Aladdin (Peter Knauder) kämpft, tanzt und singt sich durch eine abenteuerliche Geschichte inklusive Bösewicht Dschafar, einem fliegenden Teppich und dem berühmten Flaschengeist Dschinni (Jakob Semotan). Am Ende gewinnt er natürlich auch noch die Liebe von Prinzessin Jasmin (Anetta Szabo). Dabei wird viel gesungen, in Wien erstmals auf Deutsch und auch mit eigenen Texten. Die Musik kommt wie im Original von Tim Rice und Alan Menken, die musikalische Hollywoodopulenz will aber leider nicht so ganz in das unspektakuläre Bühnenbild der Stadthalle passen. Auch der erste Teil der Show vermisst die Leichtigkeit der Disney-Filme, die Sache kommt erst mit der Befreiung des Dschinns aus der Flasche deutlich in Fahrt. Der stiehlt allen die Show, so weit, dass man ihn in jeder Szene, in der er nicht vorkommt, schmerzlich vermisst. Nicht auszudenken, wie die eigentlich unspektakuläre Liebesgeschichte ohne den zusätzlichen Spaßfaktor auskommen soll. Auch die Gags sind diesem Dschinni auf den üppigen Leib geschrieben, viele davon mit Lokalbezug. Der ist allerdings nur für Kinder ab circa 6 Jahren verständlich, jüngere Kinder sollte man eher zu Hause lassen.

Die zweite Produktion von Disneys Junge Bühne, "Alice im Wunderland Jr.“, ist ab Juni zu sehen.

Wiener Stadthalle, Halle F, So 14.30


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