Film  Neu im Kino

Wir - und die "Evolution der Gewalt“ in Guatemala

Lexikon | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Sechsunddreißig Jahre Bürgerkrieg haben ihre Spuren hinterlassen. Die in Guatemala vorherrschende "Kultur der Gewalt“ fordert heute mehr Todesopfer als während des Krieges. Was das alles mi der westlichen Welt, dem Kapital und Konsumverhalten - zu tun hat, davon berichtet "Evolution der Gewalt“, die jüngste Arbeit des österreichischen Dokumentarfilmers Fritz Ofner. "Der globale Hunger nach billigen Ressourcen hat Gewalt gesät“, lautet die Diagnose, "ein Krieg um Bananen hat sich verselbstständigt.“ Selbstentlarvend die alten Werbefilme internationaler Konzerne wie der United Fruit Company, in denen von Guatemala stets nur als "Bananaland“ die Rede ist und private Sicherheitsdienste agieren wie Todesschwadronen - während Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger und Konsorten ihnen im Namen des Antikommunismus politisch die Stange hielten. Michael Omasta

Derzeit im Village und Schikaneder (OmU)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige