Narwalzähne und Kindertotenkopf: der Künstler Daniel Spoerri zu Gast im Natur- historischen

Lexikon | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Mit seinen Fallenbildern wurde der Schweizer Künstler Daniel Spoerri (Jg. 1930) in den 1960er-Jahren berühmt. Sie bestehen aus den Überresten von Tischgesellschaften, die der Künstler konservierte und so gewissermaßen musealisierte. Nun kommt der Eat-Artist in einer Ausstellung mit dem etwas umständlichen Titel "Daniel Spoerri im Naturhistorischen Museum - ein inkompetenter Dialog?“ nach Wien, um seine Leidenschaft für das Sammeln darzustellen.

In den meisten seiner Assemblagen finden sich Objekte wieder, die üblicherweise in naturhistorischen Museen aufbewahrt werden: Knochen, Hörner, Hölzer und seltene Steine. Solche Objekte waren auch Bestandteil der Wunderkammern der Renaissance, es waren Dinge, über die man staunte. Nun sind einige seiner Kollektionen, wie ein Regal mit 117 Fläschchen mit Wasserproben aus bretonischen Brunnen oder "Darwin’s Nudlrad-Collection“, in der Ausstellung zu sehen.

Ein Jahr lang besuchte der Künstler die umfangreichen Depots, Archive, Werkstätten

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