"Stillleben“, der Träger des Großen Diagonale-Preises

Lexikon | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Lydia und Bernhard, die Geschwister

Polizist: "Is’ was passiert?“ Papa: "Na.“ Polizist: "Irgendwas miassen S’ scho’ sagen, sonst kann man eana net hölf’n.“ Es sind Dialoge wie dieser, die an österreichische Klassiker der 1980er erinnern. Nur dass "Stillleben“ weder von Soziopathen noch von Kabarettisten handelt, sondern von einer ganz normalen Familie auf dem Land, deren Selbstverständnis (als "ganz normale Familie“ nämlich) in ihrer Existenz erschüttert wird: Papa ist pädosexuell! Die um Ausdruckslosigkeit bemühten Darsteller, ins Nichts abschweifenden Blicke und sinnlosen Worthülsen laden zur ausgiebigen Diskussion ein. So etwa am 22.5, wenn Regisseur Sebastian Meise nach der Vorführung um 19.30 Uhr mit Udo Jesionek und Facharzt Dr. Frottier spricht. MO

Ab Fr im Gartenbaukino


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