Biogefühle: warum Rucola schwul ist, Roastbeef nicht

Reformkost: Armin Thurnher | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Wozu uns rationale und emotionale Betrachtungen über das Bio-Business inspirieren können

Hört man dem Chef von Rewe zu, versteht man sofort, wozu Bio gut ist. "Wir müssen den Kunden inspirieren, ihn mehr auf der emotionalen und nicht allein der rationalen Ebene ansprechen“, sagt Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der Rewe-Gruppe, der Frankfurter Allgemeinen. Das Preisargument sei bald einmal ausgereizt, es gehe darum, Erlebnisse zu bieten. Was könnte ihn, den Kunden, besser inspirieren als Bio? Natürlich Convenience, also so ziemlich das Gegenteil von Bio. Staunend steht der moderne Konsument im modernen Supermarkt und wird sich, betrachtet er die Widersprüchlichkeit des Angebots, der Widersprüchlichkeit seiner Existenz bewusst.

-

Wir Konsumenten wollen alles sofort. Ist es convenient, bequem und streichbereit, sind wir streichfähig. Wir kaufen, was knackig verpackt ist, und schauen nicht auf den Preis. Andererseits wollen wir es gesund, und haben wir Geld genug, um uns Gesundheit


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige