Zwischen Fleischeslust und Moral

Gewissensbiss: Florian Holzer | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Über das Problem, geschlachtete Tiere zu essen, und das weite Feld zwischen Verzicht und Ignoranz

Wie kann es sein, dass Jonathan Safran Foers Buch "Tiere essen“, in dem er die Massentierhaltung in den USA plakativ darstellt, auch in Österreich zum Bestseller wurde und andererseits nach wie vor jedes Jahr etwa 80 Millionen heimische Tiere geschlachtet werden, Tendenz steigend?

Psychologisch ist das sicher zu erklären, mit Verdrängung, selektivem Bewusstsein oder paralleler Wahrnehmung, Marketing-technisch fällt die Ergründung dieses bemerkenswerten Umstandes wahrscheinlich aber noch leichter.

Denn schließlich wissen wir, dass in Österreich nicht nur alles besser ist. Hier sind vor allem die Tiere glücklicher, die Schweinderln rosiger und fröhlicher, die Wiesen grüner, die Kräuter alpiner, die Umstände für Österreichs Kühe insgesamt also paradiesischer. Die meisten von uns können sich auch daran erinnern, Kühe echt schon einmal auf einer Alpenweide gesehen zu haben - ein


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