Niemand isst nur Kraut und Rüben

Marktfahrt: Birgit Wittstock | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Über Nachhaltigkeit, Kundenwünsche und Realität im Match Bioladen versus Biokette

Es ist eher der kleine, vielleicht etwas schrumpelige und verformte Apfel, dem wir trauen können“, sagte Dusko Vojvodic, Filialleiter des Biosupermarkts Maran in der Lindengasse in Wien-Neubau, als wir ihn vor Monaten zum Thema befragten. Jene perfekten, riesenhaften Schneewittchenäpfel haben Vojvodic immer schon misstrauisch gestimmt.

Denn Bio, das wusste Vojvodic aus langjähriger Erfahrung, sieht anders aus. Verglichen mit jenem aus nichtbiologischer Landwirtschaft bleibe echt biologisch gezogenes Obst und Gemüse, sagte Vojvodic, klein, unregelmäßig geformt und trage meist den einen oder anderen Schönheitsfehler.

Weil er das wusste, fragte er, schien ihm eine Gemüse- oder Obstlieferung zu fehlerlos, auch bei seinen Lieferanten nach. Ihm war klar, dass die steigende Nachfrage auf dem Biomarkt nicht nur auf Kosten der Qualität geht. Kleine Biobauern können unmöglich große Mengen liefern und gleichzeitig


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