Die Euro-Länder sparen sich zu Tode

Politik | Rezension: Robert Misik | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman warnt vor der Politik von Europas Eliten und zeiht diese eines fast schon religiösen Fanatismus

Tag um Tag trägt er in seinem Blog in der New York Times seine Argumente vor, Woche für Woche erklärt er in seiner Kolumne, warum die Krisenlösungsstrategien der US-Regierung und der europäischen Eliten ins Desaster führen müssen: Paul Krugman, Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2008.

Sparen mitten in einer Wirtschaftskrise führt nur weiter ins Loch einer lang andauernden Depression, ist mit millionenfachem menschlichem Leid verbunden, und wird auch noch an dem selbstgesteckten Ziel, nämlich der Haushaltskonsolidierung, scheitern. Warum? Ganz einfach: Weil die Schrumpfung der Wirtschaftsleistung keine sehr kluge Konsolidierungsstrategie ist.

Das Desaster in Griechenland, aber auch in Spanien, Irland und Portugal, liefert mittlerweile auch den empirischen Beweis: Austerität funktioniert nicht. Seit vergangenem Sonntag wissen wir zudem, dass


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