Nachgesehen  

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Tatort Neue Donau: Wiens Fortgehmeile Copa Cagrana ist am Sand

Während Wien vor einer neuen Sommersaison steht, liegt die Zukunft der Copa Cagrana noch immer vor Gericht. Österreichs Mini-Copacabana an der Neuen Donau macht seit Jahren nicht mit Bade- und Partyspaß von sich reden, sondern mit leeren oder heruntergekommenen Strandbars und einem Rechtsstreit zwischen der Stadt Wien und dem Pächter Norbert Weber.

Jüngst war die Gegend in den Medien, weil das Abwasser von fünf Lokalen in die Donau geflossen ist. Weber sieht sich als Opfer von Sabotage; die Stadt Wien hingegen fühlt sich darin bestätigt, dass Weber sein Pachtrecht verlieren müsse. Wer die Copa Cagrana besucht, sieht in die Jahre gekommene Bars und Lokale, die von verwaisten Hütten flankiert werden. Die Gastronomen, die vertraglich nicht an Weber gebunden sind, leiden unter dem schlechten Ruf des Areals. Die Pachtverträge zwischen Stadt und Weber enden 2018, seit 2010 ist eine Räumungsklage anhängig.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige