Enthusiasmuskolumne  

"Game of Thrones“: Sex, Blut und Intrigen

Diesmal: Der beste Serienstart der Welt der Woche

Feuilleton | Lisa Kiss / Stefan Kluger | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Winter is coming.“ Was angesichts des gerade beginnenden Sommers vielleicht überspannt klingen mag, für Fans des Fantasyepos "Das Lied von Eis und Feuer“ ist das ein Grund zum Jubeln. Die zweite Staffel, die sich am zweiten Buch des mehrteiligen Kultbestsellers von George R.R. Martin orientiert, geht am 23. Mai endlich auch bei uns on air.

Der Bezahlsender Sky startet mit dieser Produktion seinen neuen Sender Sky Atlantik HD, der mit weiteren Produktionen aus der amerikanischen HBO-Serienschmiede wie "Die Sopranos“ oder "True Blood“ punkten will; die Filme werden im Zweikanalton gesendet. Zurück zur Big-Budget-Verfilmung "Game of Thrones“, wie die gesamte Serie genannt wird: Im mittelalterlich anmutenden Westeros wird ohne Unterlass gekämpft, betrogen und beigeschlafen.

Tabubrüche wie ermordete Babys und Inzest sind in dieser Serie business as usual. Gezeigt wird so ziemlich alles und noch dazu ungeschönt - in "Game of Thrones“ ist kein Platz für verklärte Romantik. Die Charaktere sind zwielichtige und sadistische Personen, die sich einen Dreck um andere scheren. Die Frauen sind hier ebenso stark und unerbittlich wie die männlichen Protagonisten. Blut fließt literweise, Intrigen sind unerlässliche Überlebensstrategie. Hauptpersonen werden hingerichtet, vermeintliche Nebendarsteller erlangen im Lauf der Geschichte mehr und mehr an Bedeutung. Fans sind also gut beraten, ihr Herz nicht an eine bestimmte Figur zu verschenken.

Es kann nämlich leicht sein, dass sie schon in der nächsten Folge unter dem Henkersbeil ihr Leben verliert. Trotz ihrer Kompromisslosigkeit versprüht die Welt von "Game of Thrones“ einen beinahe unwiderstehlichen Charme. Möge das Spiel um den Thron erneut beginnen!


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