Milde Mischung

Feuilleton | Werkeinführung: Heinz Rögl | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Warum Mozarts letzte Oper "La clemenza di Tito“ zu Unrecht ein Mauerblümchen der Repertoires ist

Wolfgang Amadeus Mozarts letzte Oper, "La clemenza di Tito“, wurde an der Wiener Staatsoper nach 1945 nur 20 Mal aufgeführt.

Nach bemerkenswerten Inszenierungen andernorts, etwa in der Regie von Jean-Pierre Ponnelle, Karl-Ernst Herrmann oder Martin Kušej (mit Harnoncourt in Salzburg), entschloss sich nun aber auch die Staatsoper zu einer Neuproduktion.

Jürgen Flimms Inszenierung hat am 17. Mai Premiere; Michael Schade singt die Titelpartie. Sesto, den Widersacher wider Willen, verkörpert die Sopranistin Elīna Garanèa, Juliane Banse gibt die Vitellia.

Nach den drei grandiosen Da-Ponte-Opern wird der "Titus“ oft als Rückfall in die veraltete barocke Form der "Opera seria“ abgetan. Mozart hatte die Oper in weniger als einem Monat verfertigt und die Ausarbeitung der Rezitative seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr überlassen.

Anlass waren die Feierlichkeiten zur Krönung Kaiser Leopolds


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