Stadtrand 

Äußerlnde Umstände bei der Hunderunde

Urbanismuskolumne

Stadtleben | aus FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Die Welt, in der wir leben, ist eine pluralistische. Da gibt es Sein oder Nichtsein, Mann oder Frau, Raucher oder Nichtraucher, Hundehalter oder Nachbarn. Als Vorletzter hat der Alltag einige Tücken, eine heißt im Wienerischen "Äußerln“; also mit dem Hund nach draußen gehen, damit sich dieser erleichtern kann.

Weil er dabei selten Rücksicht auf das Ruhebedürfnis seines Türöffners nimmt, ist der Wohnungsbewohner oftmals dazu gezwungen, auch zu nachtschlafender Zeit eine Grünfläche aufzusuchen - die naheliegendste natürlich. Befindet sich diese nun unglücklicherweise unter einem Gebüsch im zugehörigen Hof, so bleibt dies gewiss nicht unbemerkt und wird von Nachbarn bei der Hausverwaltung angeschwärzt - so dunkel kann die Nacht nämlich gar nicht sein. Auch ist es ganz gleich, wie sauber besagte Stelle zurückgelassen wird.

Doch auf Böse folgt Gut und auf die Nacht der Tag - schon eilt die Hausbesorgerin, ebenfalls mit Hund, zu Hilfe: "Mia Hundebesitzer, mia miassn z’sammhalten, weu uns und de Raucher, uns wird’s Lem eh scho schwer gnua gmocht!“


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