Fragen Sie Frau Andrea

Persisch-rhabarberlich: Ribiseln auf der Nase


Andrea Maria Dusl

Kolumnen, FALTER 20/12 vom 16.05.2012

Andrea Maria Dusl beantwortet knifflige Fragen der Leserschaft

Liebe Frau Andrea,

neulich in der Bim sitzend, wurde ich Ohrenzeuge eines Gesprächs zweier älterer Wiener Damen aus der Vorstadt, die sich über ihre Augenärzte unterhielten. Dabei fiel neben anderen Erörterungen der despektierliche Satz: "I waß ned, ob ma eam trau’n soi, er miachtlt imma leicht noch Cognac und hod soiche Riwisln auf da Nosn.“ Bitte um Erläuterung.

Beste Grüße, Adam Berger,

per Elektronachricht

Lieber Adam,

ein Urteil über die fachlichen Qualitäten des von Ihrer Mitpassagierin blumig beschriebenen Ophthalmologen kann ich kaum fällen. Österreichs Alkoholiker sind bewundernswerter Leistungen fähig.

Der Wiener Ausdruck "Riwisl“ oder "Ribisl“ (vielfach auch "Ribisln“) auf der "Nosn“, also "Ribisel auf der Nase“, beschreibt in anschaulicher Weise eine Sonderform der Rosazea oder Kupferrose, einer meist im fünften Lebensjahrzehnt beginnenden entzündlichen Hautrötung des Gesichts.

Die knollenartigen

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