1 m2 um 30.000 €

Politik | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Inflationsangst, Zuzug, Wohnungsknappheit: die Kosten für Immobilien explodieren. Wird Wien unleistbar? Bericht: Ingrid Brodnig

Michael Lobgesang glaubte, er sei im falschen Film, als er das Wohnungsangebot las. 600.000 Euro verlangte der Besitzer für eine ganz normale 120-Quadratmeter-Wohnung in einem unscheinbaren Haus im fünften Bezirk, umgerechnet 5000 Euro pro Quadratmeter. "Der Markt ist krank“, glaubt Lobgesang, der seit Monaten nach einer Wohnung sucht. Dabei liegt dieses Angebot noch im guten Mittelfeld dessen, was man derzeit auf den Immobilienportalen findet.

Fangen wir mit dem ersten Bezirk an, im Luxussegment: In der Baubranche geht das Gerücht um, dass demnächst auf der Tuchlauben Dachwohnungen um 30.000 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Im achten Bezirk auf der Josefstädter Straße möchte eine Pfeifer Immobilien GmbH 834.000 Euro für 152 Quadratmeter voller Dachschrägen.

Ein bisschen billiger ist es im zweiten Bezirk: Da will eine Privatperson auf der tristen


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