Das Palais des Parvenüs

Politik | Stilkritik: Matthias Dusini | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser will sein Penthouse verkaufen. Was verraten uns die Bilder des Domizils?

Die Salons waren mit kostbaren Stoffen tapeziert; darüber hingen an den Wänden Gemälde alter berühmter Meister; die ganze Einrichtung war von einer wunderbaren Feinheit. Plötzlich fasste ihn jemand am Arm, und eine junge und frohe Stimme flüsterte ihm ins Ohr: "Ah, da sind Sie endlich, böser Bel-Ami. Warum lassen Sie sich denn gar nicht mehr sehen?“

Guy de Maupassant: "Bel Ami“

"Das Geld“, rief Saccard, "das Geld abschaffen? Welche köstliche Verrücktheit!“

Emile Zola: "Das Geld“

Mit einem Champagnerglas liegen sie im Whirlpool, blicken auf das Kunsthistorische Museum und rüber zum Stephansdom. Sie haben das, wovon andere träumen: Reichtum, Schönheit, Sex. Wieder einmal regen der ehemalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser und seine Fiona Pacifico Griffini-Grasser die Fantasie der Öffentlichkeit an.

Das Reizmittel ist der Verkauf von Grassers Penthouse in einem gründerzeitlichen


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