Aus dem Inneren

Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Ein Polizist und Kabinettsmitarbeiter der Innenministerin schrieb eine Dissertation über den Alltag im Ressort. Als er fertig geforscht hatte, ließ er das Werk sperren. Bis auf ein Exemplar

Das Innenministerium: Es hat schon viele seiner Herren verhärtet oder gar gebrochen. Franz Olah musste 1964 als Innenminister zurücktreten, auch weil er Geheimdienstdossiers über seine politischen Gegner angelegt hatte. Karl Blecha trat zurück, weil er in den Affären Lucona und Noricum seine Genossen schützte.

Den Reformer Caspar Einem mobbten Beamte und Boulevard aus dem Haus. Und sein Nachfolger Karl Schlögl ist heute Bürgermeister von Purkersdorf, weil er nach dem Erstickungstod des Schubhäftlings Marcus Omofuma mit der Krone paktierte, anstatt seine Beamten zu feuern.

Nach der schwarz-blauen Wende riss die Serie an Affären und Skandalen nicht ab. Der demnächst wegen Korruption angeklagte Innenminister Ernst Strasser ließ kritische Menschenrechtsanwälte anzeigen und färbte das ehemals


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