Es tobt ein Ideenkampf um die Zukunft Europas

Politik | Rezension: Markus Marterbauer | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Es ist offen, wie die Krise der EU überwunden werden wird: entweder mit einer autoritären Wende oder mit einem proeuropäischen Sozialprojekt

Selbst die begeistertsten Proeuropäer können es nicht mehr leugnen: Die EU steckt in einer schweren Krise, vielleicht sogar in der schwersten seit Beginn der europäischen Integration.

Wirtschaftlich hat sich die Union noch nicht erholt vom tiefen Einbruch, der vom verantwortungslosen Handeln von Banken und Finanzmärkten ausgelöst wurde. Politisch zeigt sich das vereinigte Europa weitgehend ratlos gegenüber dem Doppelproblem von zu hohen Staatsschulden und zu hoher Arbeitslosigkeit.

Den EU-Bürgern droht eine Verschärfung der Krise, weil der Sozialstaat in vielen Mitgliedsländern unter dem Diktat der EU-Instanzen zerschlagen wird; und das just zu dem Zeitpunkt, wo er wegen der hohen Arbeitslosigkeit besonders gefordert wäre. Unter diesen Vorzeichen verlieren viele Bürger in der Union das Vertrauen in das politische System: Den etablierten


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