Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Die Gegner des Dalai Lama machen nahe der Stadthalle mobil

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Seit vergangener Woche tingelt der Dalai Lama durch Österreich, predigt Glücklichsein und Weltfrieden, lächelt sich in die Herzen der Menschen, füllt Säle und Zeitungsseiten mit guten Nachrichten. In Kärnten bekam er den Landesorden in Gold verliehen, in Wien formiert sich derweil Widerstand. Die Plattform gottlos.at holte mit dem Freidenkerbund den Münchner Publizisten Colin Goldner für einen Vortrag nach Wien, um das lebende Denkmal zu stürzen.

Goldner schrieb 1999 das umstrittene Buch "Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs“, das vor allem wegen seiner Einseitigkeit und herabsetzenden Schreibweise kritisiert wurde. Goldner polemisierte auch in seiner Rede, inder er den Dalai Lama in die Nähe von Rechtsextremen rückte, frauenverachtende Lamas geißelte, sich über die "Sprachblasen“ der lächelnden Ikone lustig machte und das einstige "autoritäre Regime der Mönche“ kritisierte. Bevor die Chinesen in Tibet einmarschierten, sei das Land die Hölle auf Erden gewesen, in der sich die Familie des Dalai Lama Leibeigene gehalten hätte, behauptet Goldner. Gegen den Auftritt des Dalai Lama in der Wiener Stadthalle werden dessen Gegner am Freitag am Urban-Loritz-Platz demonstrieren. Titel der Demo: "Free Tibet from the Lamas“.


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