Wo die Telefonistin am meisten verdiente

Medien | Erinnerung: Franz Kössler | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Die kommunistische Zeitung il manifesto verstummt. Italien verliert eine wichtige Stimme

Es war eine kleine, radikale Zeitung, die eine wichtige Stimme hatte in der europäischen linken Bewegung. Weit über Italien hinaus war sie ein Bezugspunkt für die unorthodoxe Linke, die im osteuropäischen Kommunismus kein Vorbild, sondern ein abschreckendes Beispiel sah. Sie träumte vom Sozialismus in einer freien, libertären Gesellschaft. Jetzt muss il manifesto schließen. Mit ihm geht ein Kapitel zu Ende, das von der 68er-Bewegung bis zum Eurokommunismus reicht.

Auf den Seiten von il manifesto fanden große theoretische Debatten statt, über viele ideologische Grenzen hinweg. Viele bekannte Namen waren zu Gast, von den Schriftstellern Umberto Eco und Dario Fo über die Philosophen Jean-Paul Sartre, Louis Althusser, dem trotzkistischen Theoretiker Ernest Mandel, dem Studentenführer Rudi Dutschke bis zu den italienischen Intellektuellen katholischer und marxistischer Provenienz, Asor Rosa, Toni


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