Ein Milliardenkonzern gegen den Falter


Prozessbericht: Florian Klenk
Medien | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

In eigener Sache: Die Novomatic will unsere kritischen Berichte untersagen. Nun hat der OGH entschieden

Der Gumpoldskirchner Glücksspielkonzern Novomatic gibt sich gerne weltoffen und liberal. Er unterstützt Tanzfestivals und den Kultursender Ö1, sponsert die Staatsoper, das Forum Alpbach und das Institut für den Donauraum von Erhard Busek.

Der Novomatic-Boss, ein zum Multimilliardär avancierter gelernter Fleischhauer namens Johann Graf, und sein Vorstandschef Franz Wohlfahrt sind mit dem politisch höchst umstrittenen kleinen Glückspiel nicht nur reich geworden. Sie wollen in Österreichs Gesellschaft offenbar auch als weltoffene Mäzene gelten. Mäzene kritisiert man nicht so gerne.

Das ist die Vorderbühne. Auf der Hinterbühne verklagt die Novomatic indes die Kritiker ihrer Geschäftspraktiken - oder droht zumindest mit einer Auseinandersetzung vor Gericht. Politiker, Polizisten, Journalisten: Sie alle sehen sich immer wieder mit Klagsdrohungen des Konzerns konfrontiert. Sogar aufmüpfige

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