Technik  Dinge, die uns brauchen

Sport machen und online damit angeben

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Seit einiger Zeit liest man auf Facebook immer öfter Statusupdates der folgenden Art: "XY hat eine Radtour über 7,52 km in 22m 10s absolviert. Geschwindigkeit: 20,36 km/h, Kalorien: 192 kcal, Höhenmeter 31m.“ Man kann das für pure Angeberei halten - oder für Selbstentblößung. Doch die digitale Erfassung sportlicher Leistungen an sich ist durchaus sinnvoll.

Mittlerweile gibt es eine Menge einschlägiger Apps fürs Smartphone. Diese "Sportstracker“ dokumentieren absolvierte Strecken, Bestzeiten, Pulsfrequenz und vieles mehr. "Mytrek“ zum Beispiel arbeitet mit einem Bluetooth-Pulsmesser fürs Handgelenk (95 Euro), der laufend die Herzfrequenz ans Handy übermittelt.

Per App kann man zwischen verschiedenen Sportarten wählen, vom Laufen über Mountainbiken bis Yoga. Zudem lassen sich diverse Typen von "Workouts“ einstellen, etwa Zieldistanz, Zeit oder Kalorienverbrauch. Am Ende des Trainings liefert die App eine Statistik, von der Durchschnittsgeschwindigkeit bis zur Herzfrequenzkurve entlang der Strecke. Die ganze Route samt Auswertung lässt sich auch auf Google Maps anzeigen. Und mit wenigen Mausklicks kann der Nutzer seine Statistik auf Facebook oder Twitter veröffentlichen. Allerdings finde ich, die Statusmeldungen könnten ruhig etwas expressiver sein, vielleicht mit kleinen Fotos. Als Freund möchte man ja nicht nur wissen, dass jemand so und so viele Kilometer gepackt hat - sondern auch, in welchem Zustand er angekommen ist.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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