Heute ist gestern und Wien ist New York

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

War früher alles schöner? Macht Fotografieren süchtig? Und kann heute jeder gute Fotos machen? Eine Suche nach den Wurzeln des Hipstamatic-Hypes

Der Drang zum Fotografieren ist im Prinzip wahllos, denn die Praxis der Fotografie basiert heute auf der Vorstellung, dass alles auf der Welt durch die Kamera interessant gemacht werden könnte.“ Dieser Satz, vor 35 Jahren veröffentlicht in einer der berühmtesten Abhandlungen über Fotografie, gilt mehr denn je.

Er stammt aus Susan Sontags Buch "Über Fotografie“, einer der schärfsten Kritiken nicht nur des wahllosen Knipsens, sondern des Mediums Fotografie an sich, beseelt von einer Hassliebe, die sich heute noch besser nachvollziehen lässt als damals.

Einen Grund dafür liefert Hipstamatic, der derzeit wohl größte Hype am App-Himmel, das Fotografieprogramm des amerikanischen Entwicklers Synthetic LLC für mobile Apple-Geräte - also für iPhones oder iPods, nicht für Fotoapparate - und nicht nur von "Gott“ Apple selbst zur App des


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