Alles außer Ginster

Feuilleton | Direktorengespräch: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Der Generaldilettant Fritz Ostermayer wird neuer Intendant der Schule für Dichtung. An Ideen mangelt es ihm nicht

In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar diesen Jahres verstarb der Wiener Lyriker und Performancepoet Christian Ide Hintze im Alter von 58 Jahren. Hintze war als Mitgründer und Intendant der seit 1992 bestehenden Schule für Dichtung bekannt. Er hat diese Institution derart geprägt, dass er in der Öffentlichkeit nicht nur als ihr Repräsentant, sondern auch als ihre Verkörperung galt. Wer den Mützenträger sah, wusste auch ohne Draht zur Lyrik: Das ist der Mann, an dessen Schule Falco und Nick Cave unterrichtet haben.

Hinter den Kulissen hat der Vorstand der Schule für Dichtung in den vergangenen Monaten intensiv einen Nachfolger gesucht. Gefunden hat man den Radiomacher ("Im Sumpf“), Musiker (Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune), Musikjournalisten, Aktionskünstler und neuerdings auch Theaterregisseur Fritz Ostermayer.

Auf den ersten Blick ist das eine überraschende


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