Stillleben mit Schaumrollen und Häkeldecken

Feuilleton | Buchkritik: Stefan Ender | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Der Büchner-Preis geht 2012 an Felicitas Hoppe. Passenderweise plaudert sie in "Hoppe“ ausgiebig aus dem Nähkästchen

Das deutsche Feuilleton zeigte sich begeistert: Die Welt lobpries die gern ins Surreale, Skurrile, Märchenhafte abgleitende Hoppe als eine Autorin "auf Augenhöhe mit der Gegenwart, auch wenn sie die Augen geschlossen hält“. Die FAZ begrüßte die "feine Entscheidung“ der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung: Hoppe flöge wie mit der "Montgolfière“ durch ihre Erzählwelten; um das "Finden durch Erfindung, um Selbsterkenntnis im Spiegel der Phantasie“ gehe es im Werk der bald um 50.000 Euro Reicheren. Nur SZ-Feuilletonchef Thomas Steinfeld moserte ein wenig, fand "mutlos“, was Kollegin von Lovenberg aus Frankfurt als "fein“ empfunden hatte und befand das Figurenpersonal der mit "hoher Kunstfertigkeit“ Prosa produzierenden Hoppe als "hübsch anzusehen, doch leer“. Wie immer hatte die SZ Recht.

Hoppe-Kritiker lässt Hoppe auch in "Hoppe“ zu Wort


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