Ich habe noch nie etwas aus Rache getan“

Feuilleton | Interview: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Der Festwochen-Intendant Luc Bondy über seine Freundschaft zu Peter Handke und seine Inszenierung von dessen Stück "Die schönen Tage von Aranjuez“

Eigentlich ist Luc Bondy nicht sonderlich gut gelaunt. Vor wenigen Tagen hatte im Akademietheater seine Inszenierung von Peter Handkes neuem Stück "Die schönen Tage von Aranjuez“ Premiere, und die Kritiken - unter anderem in der FAZ und in der Süddeutschen - waren gar nicht gut. Dem Falter-Kritiker hat’s gefallen - was dem Gesprächsklima sicher nicht geschadet hat. Das Interview fand in Bondys Wiener Wohnung statt.

Falter: In Peter Handkes neuem Stück sitzen ein Mann und eine Frau in einem Garten und reden. Man kann sich beim Lesen schwer vorstellen, wie das auf der Bühne funktionieren soll. In Ihrer Inszenierung spielt das Stück im Theater, der Mann und die Frau sind offenbar Schauspieler, die gerade eine Vorstellung gespielt haben. Wie sind Sie darauf gekommen?

Luc Bondy: An einen Garten habe ich nie gedacht. Ich finde, im Theater


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