Meisterfreaks & Spaßterroristen: die Themenschau "Parallelwelt Zirkus“ in der Kunsthalle

Lexikon | Matthias Dusini | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Waghalsige Luftsprünge und gefährliche Messerwürfe, Zwerge und Elefanten, Tschinderassabumm und ein barock uniformierter Direktor: Vor der Entstehung des Kinos war der Zirkus der Ort zur Unterhaltung der Massen. Die Kunsthalle Wien ruft in "Parallelwelt Zirkus“ den Zirkus als "Ort der Sehnsucht und Träume“ in Erinnerung, dessen Faszination längst durch 3-D-Animationen und die Hoppala-Videos auf Youtube übertroffen wurde.

Die Kuratoren Gerald Matt und Verena Konrad präsentieren die Manege als Zitat. "Clown“ und "Showgirl“ schreibt Jonathan Monk in bunten Neonlichtbuchstaben an die Wand, der Assoziationskraft der Wörter vertrauend. In der berühmten Videoarbeit "Clown Torture“ macht sich Bruce Nauman über Spaßterroristen lustig. Der grell geschminkte Clown lacht so hysterisch, als hätte er eine Überdosis Speed geschluckt.

Die Filmemacherin Ulrike Ottinger besuchte in den 1970er-Jahren Zirkusartisten, fotografierte die überaus selbstbewussten kleinwüchsigen "Freaks“


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