"Fünf Minuten Ruhm“

Lexikon | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

"Slam B“-Organisatorin Diana Köhle über die Erfolgsgeschichte der Poetry-Slams

Ob im Rhiz, im Prückel oder neuerdings auch im Burgtheater-Kasino: Poetry-Slam boomt in Wien seit einigen Jahren. Zu den Motoren der Szene zählt die in Wien lebende Tirolerin Diana Köhle, die seit Herbst 2009 die monatliche Reihe "Slam B“ im Literaturhaus veranstaltet.

Falter: Wie oft mussten Sie schon erklären, was Poetry-Slam ist?

Diana Köhle: Das kann ich gar nicht mehr zählen.

Machen Sie es bitte noch einmal.

Köhle: Wusste ich es doch! Aber gerne: Poetry-Slam wurde 1986 von Marc Kelly Smith in Chicago, im Green Mill Club, erfunden. Er wollte weg von den klassischen, faden Lesungen mit Wasserglas und Leselampe auf der Bühne, zu einem literarischen Wettstreit. Dieses Format sorgte für Aufsehen und Publikumserfolge und ist dann Anfang der 1990er-Jahre über den Atlantik nach Europa gelangt. Bis nach Österreich hat es länger gedauert, wie so vieles. Seit der Jahrtausendwende gibt es regelmäßige


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