Festwochen Tipps

Wie das Theater Ungarn retten soll

Lexikon | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Der ungarische Regiestar Árpád Schilling, hat aus der Krise seiner Heimat radikale Konsequenzen gezogen: Er hat sein Ensemble aufgelöst und realisiert in Ungarn nur noch Projekte in der Provinz und/oder mit Jugendlichen. "Ich möchte dazu beitragen, eine neue Gesellschaft aufzubauen“, sagt Schilling. Mit "A papnő“ ("Die Priesterin“) zeigen die Festwochen ein Bespiel für diese Form theatraler Basisarbeit: Der letzte Teil der Trilogie "Krízis“ handelt von einer Schauspielerin, die aufs Land geht, um mit Schülern zu arbeiten. Mit 15 Jugendlichen aus Siebenbürgen entstand eine betont schlichte, ungekünstelte und direkte Aufführung mit unmissverständlicher Message: Wir müssen mehr miteinander reden. WK

Museumsquartier, Halle G, Mi, Do 20.30 (bis 1.6.)


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