Tipps Pop

Codeine: Intensität durch Langsamkeit

Lexikon | aus FALTER 21/12 vom 23.05.2012

Um 1990 herum war der Sound des US-Rockundergrounds relativ klar definiert. Da gab es wahlweise Punkrock, der sich mit brummigem 70er-Jahre-Metal vermengte und "Grunge“ gerufen wurde, Punkrock, der in seiner beschleunigten Spielart "Hardcore“ hieß, oder aber Punkrock, der sowohl den Lärm als auch die Harmonie betonte und so zu Noisepop wurde. Das 1989 in New York gegründete Trio Codeine veröffentlichte zwar auf dem Grunge-Label Sub Pop und die drei Musiker kamen auch aus der Punkszene, ihre als "Slowcore“ und "Sadcore“ schubladisierte Musik klang aber völlig anders: Sie war leise, langsam, bedrückend und gleichzeitig wunderschön. 1994 hauten Codeine nach nur zwei Alben den Hut drauf, im Rahmen des britischen "All Tomorrow’s Parties“-Festivals gibt es eine Reunion, die die legendäre Band auch nach Wien führt. GS

Szene Wien, Mi 20.00


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