Theater  Tipp

Humor und Horror liegen nah beisammen

Lexikon | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Das Stück "Verbrennungen“ vom libanesisch-kanadischen Autor Wajdi Mouawad ist wie ein Thriller aufgebaut. Am Beginn steht eine Testamentseröffnung. Die verstorbene Nawal, die ihre letzten Jahre in tiefem Schweigen verbrachte, hinterlässt ihren Kindern einen Suchauftrag: Tochter Jeanne (Melanie Kretschmann) soll den verlorenen Vater ausfindig machen, Sohn Simon (Daniel Jesch) den älteren Bruder. Am Ende, so viel sei verraten, werden beide fündig. Aber von einem Happy End kann nicht die Rede sein. Humor und Horror liegen hier nah beieinander, so wie das Geräusch eines Presslufthammers sich hier übergangslos in eine MG-Salve verwandeln kann. Stefan Bachmanns Inszenierung hatte im Oktober 2007 Premiere. Jetzt steht sie zum letzten Mal auf dem Spielplan. WK

Akademietheater, So 20.00


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