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Fritz Kalmar im Porträt "Der Heimwehträger“

Lexikon | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Dieses außergewöhnliche Filmporträt folgt den Erinnerungen einer außergewöhnlichen Persönlichkeit, des Exilschriftstellers Fritz Kalmar (1911-2008). Ausgehend von drei Gesprächen, in denen der aus Wien gebürtige, 1938 vor den Nazis nach Südamerika emigrierte, charmante alte Herr vor der Kamera sein Leben Revue passieren lässt, hat der Schriftstellerfreund Erich Hackl mit seiner Tochter, der Filmemacherin Libertad Hackl, einen sehr persönlichen und auch eminent politischen Film gestaltet. "Der Heimwehträger“ erzählt vom Wien der Zwischenkriegszeit, von Flucht und Vertreibung, von Leben und Überleben im Exil - zuerst in Bolivien, dann in Uruguay -, von Kalmars spätem Erfolg als Autor und von der bitteren Erkenntnis: "Wie oft man auch seine Gefühle verpflanzte / Zwei halbe Heimaten sind keine ganze.“ MO

Falter-Kino-Dienstag im Filmhaus, 21.00; Gespräch mit Libertad und E. Hackl im Anschluss


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