Kommentar 

In Cannes gewann ein Österreicher mit einem französischen Film

Goldene Palme

Michael Omasta | Falter & Meinung | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Am vergangenen Sonntagabend hat Michael Haneke geschafft, was vor ihm lediglich einem halben Dutzend anderer Filmemacher gelungen ist: bei den Filmfestspielen von Cannes zum bereits zweiten Mal eine Goldene Palme in Empfang zu nehmen.

2001 debütierte Haneke mit "La pianiste“ (nach Elfriede Jelinek) beim Wettbewerb des bedeutendsten Filmfestivals der Welt; seine Hauptdarsteller erhielten Auszeichnungen, der Regisseur selbst den Großen Preis der Jury. 2005 folgten "Caché“ und der Preis für die beste Regie. 2009 schließlich setzte sich Haneke mit "Das weiße Band“ erstmals gegen die Konkurrenz durch. Seine in Schwarzweiß gedrehte "Kindergeschichte“ aus dem Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg bescherte ihm die Palme d’Or.

Nun also hat Michael Haneke, der große Solitär unter den europäischen Filmemachern, die Festivaljury abermals überzeugt: mit "Amour“, einem Kammerspiel über das Alter, die Liebe, den Tod, exemplifiziert an der Geschichte von Anne und Georges, einem gutsituierten

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