Kolumne  

Das Gespenst des Zerfalls geht wieder um in Europa

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Keine vier Monate hat die Entspannung gehalten. Die gigantischen Finanzinfusionen der Europäischen Zentralbank in das Bankensystem scheinen wie verflogen. Die Perspektive eines unregierbaren Griechenlands hat alle Stabilisierungsbemühungen zunichte gemacht. Mit voller Wucht trifft die gebannt geglaubte Ansteckungsgefahr Spanien. Immer mehr Kapital fließt ab in Richtung des angeblich sicheren Nordens.

Nullzinsen für Deutschland, während andere Staaten durch die explodierenden Spreads erdrückt werden, dieses Ungleichgewicht zerstört die Europäische Union, warnt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Ist das billige Geld für den Norden doch die Folge des Elends im Süden.

Griechenland macht keine zwei Prozent der Wirtschaftsleistung des Euroraumes aus, ist aber Ground Zero der Vertrauenskrise. Der Run auf die griechischen Banken könnte innerhalb von Tagen zur Panik werden. Im Wahlkampf für den 17. Juni tun sich Parteien, die dem Sparplan der internationalen Geldgeber die Treue halten,

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