Rutsch ins Büro

Politik | Bericht: Ruth Eisenreich, Wolfgang Zwander | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Frauen wollen nicht länger nur Mütter sein. Väter nicht bis spät nachts schuften. Österreichs Unternehmen müssen familienfreundlicher werden. Aber wie? Eine Recherche bei Wiens innovativsten Betrieben

Thomas Lutz nimmt kurzen Anlauf und saust die Rutsche hinab. Die Rutschpartie vom zweiten in den ersten Stock ist der letzte Punkt einer Führung durch die Wiener Zentrale von Microsoft. Lutz, Mitglied der Geschäftsführung, ist es gewohnt, dass man ihn an dieser Stelle fragend anschaut. Er sagt: "Wir betrachten die Rutsche als Symbol dafür, dass man die ganz normalen Dinge zumindest einmal pro Tag anders machen soll.“

Die normalen Dinge anders machen - wenn es nur so leicht wäre. Viele Unternehmen sind in alten Strukturen gefangen, während sich Gesellschaft und Arbeitswelt rasant verändern.

Früher kümmerten sich Frauen um Kinder und Haushalt, Männer um das Geld; Unternehmer sahen Arbeiter und Angestellte vor allem als Kostenfaktor, Arbeiter und Angestellte verkauften unwillig


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