Hilf mir, ich bin ein Nazi!


Bericht: Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Im Küssel-Prozess geht es auch um die Verhetzung von Jugendlichen. Wer hilft ihnen aus der Szene?

Die zweite Reihe ist gut gefüllt. Da sitzen die jungen Buben und zwinkern heimlich ihrem Star zu. Gottfried Küssel, führender Rechtsextremist des Landes, sitzt auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm NS-Wiederbetätigung vor. Küssel soll über die Neonazi-Homepage Alpen-Donau-Info rechtsextreme Propaganda verbreitet haben, er bestreitet die Vorwürfe.

Den Küssel-Fans im Gerichtssaal würde Bernd Wagner gerne helfen. "Wir haben gerade zwei junge Männer aus Österreich, die aus der rechtsextremen Szene raus wollen“, erzählt der Deutsche, "aber sie finden in Österreich keine Unterstützung. Deshalb haben sie sich an uns gewandt.“

Weil aber zwischen dem Leiter von Exit Deutschland, einem Ausstiegsprogramm für Mitglieder der rechtsextremen Szene, und Österreich tausend Kilometer liegen, könne er nur "Telefonseelsorge betreiben“.

Ohne professionelle Hilfe ist es sehr schwer,

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