"Den Namen Biokonservativer lasse ich gerne auf mir sitzen“

Eine Rede von Jürgen Habermas

Politik | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Das genetische Design ermöglicht den verbesserten Menschen. Es bleibt die Frage, welchen moralischen Status eine auf diese Weise verbesserte Person noch hat

Die moralischen, rechtlichen und politischen Herausforderungen, mit denen uns die militärische und die friedliche Nutzung der Kernenergie seit mehr als einem halben Jahrhundert konfrontiert, haben wir inzwischen akzeptiert, wenn auch noch nicht - Stichwort Abrüstung und Endlagerung - bewältigt. Die Herausforderungen der biotechnologischen Entwicklungen sind bisher nur punktuell in den Aufmerksamkeitskegel der politischen Öffentlichkeit geraten. Öffentliche Meinung und politische Gesetzgebung hinken atemlos den Fortschritten, die sich häufig im Grauschleier der Industrieforschung vollziehen, hinterher. Immerhin hat die Philosophie, soweit sie sich mit bioethischen Fragen beschäftigt, das Thema entdeckt. Ich gehöre nicht zu diesen Spezialisten. Aber als mich ein bekannter Kollege, Ian Hacking, mit der Wortschöpfung eines "Biokonservativen“

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