Wien ehrt den Philosophen Jürgen Habermas

Politik | Geisteslagebericht: Armin Thurnher | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Wie der Geehrte das schwer zu beeindruckende Wien am Ende doch beeindruckte

Die Einladung zu den Wiener Vorlesungen sah unauffällig aus. War da nicht der Name Habermas gestanden? Kein Irrtum. Jürgen Habermas, einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart, werde den Erwin-Chargaff-Preis für Ethik und Wissenschaft im Dialog und den Ehrenpreis des Viktor-Frankl-Fonds entgegennehmen.

Man würde sich um einen Platz bemühen müssen, dachte ich. Der Autor von "Strukturwandel der Öffentlichkeit“, der Champion des "herrschaftsfreien Dialogs“, der letzte Große der Frankfurter Schule, der Intellektuelle, dessen Interventionen vom Historikerstreit bis zur Europäischen Öffentlichkeit alle Demokraten bewegen - das wird einen Auflauf geben! Es kam anders. Hubert Christian Ehalt, oberster Wissenschaftsbeamter der Stadt, dem als Verantwortlichem der Wiener Vorlesungen und Organisator der Veranstaltung das Verdienst zukommt, Habermas nach Wien geholt zu haben, sagte, Habermas habe sich einen


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