Grüne Schattenseiten

Stadtleben | Gartenkolumne: Julia Kospach | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Auch auf nordseitigen Balkonen muss man sich nicht traurig mit Efeu bescheiden

Die plumpe Stammtischrhetorik, die im Titel von Günter Grass’ umstrittenem Israel-Gedicht mitschwingt, kann man mit geringerem Schadenspotenzial durchaus auch einmal aufs Gärtnern anwenden: "Was gesagt werden muss“ ist nämlich, dass es Legionen von Terrassen- und Balkonbesitzern gibt, denen nicht täglich von frühmorgens bis spätabends die Frühsommersonne auf den Buckel brennt.

Diese Benachteiligten, die nach Norden gewandt ihrem Gärtnerdasein nachgehen müssen, haben es tatsächlich um einiges schwerer als die, die über süd-, west- oder zumindest ostseitig gelegene Outdoor-Plätzchen gebieten.

So ist es nun einmal: Die allermeisten Balkon- und Terrassenblüher - wie überhaupt die meisten Gartenpflanzen - fühlen sich wohler und entwickeln sich deutlich besser, wenn sie an Standorten gedeihen können, die ihnen täglich mehrere Sonnenstunden bescheren. Dieser Umstand berechtigt die Gärtner der Nordseite


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