Ali und der sanfte Hornochse

Stadtleben | Gericht, Bericht & Fotos: Irena Rosc | aus FALTER 22/12 vom 30.05.2012

Eine Kleinbäuerin vermarktet das Fleisch artgerecht gehaltener Rinder direkt

In einen aufgelassenen Kirschgarten bei Pulkau stellte Christine Angenbauer vor einigen Jahren Waldviertler Blondvieh ein. Diese semmelblonde Rinderrasse war, verdrängt durch das schnellwachsende und vermehrt aus künstlichen Besamungen entstandene Fleckvieh, fast ausgestorben. 1982 wurde mit den letzten 23 Kühen und drei Stieren ein erfolgreiches Zuchtprogramm zur Erhaltung der gefährdeten Rasse gegründet. Blondviehrinder wachsen langsam, ihr Fleisch ist daher schön marmoriert, saftig, besonders zart und von feinem Geschmack. Die Tiere können das ganze Jahr im Freien gehalten werden.

Die Kirschbäume auf besagter Weide sind heute Baumstümpfe, an denen sich die Rinder mit Wonne reiben. Eine wie ein alter Flugzeughangar aussehende, halbrunde rostige Wellblechhalle dient als Unterstand. Ein paar Bäume leben noch. Ihre roten Kirschen sind aber auch für die größte Kuh unerreichbar geworden. Die ganze Szenerie


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