Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Wir über uns | Klaus Nüchtern | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Der Dusini ist auf Urlaub. "Na und?“, werden jetzt manche fragen, und im Grunde genommen kann man diese Frage ja immer an diese Kolumne richten. Der Umstand, dass Dusini gerade urlaubt, ist aber just deswegen vermerkenswert, weil’s ohnedies niemand gemerkt hätte. Ein Ereignis, das alle verpasst hätten, weil es niemandem aufgefallen wäre, weil nämlich eh alles so zu sein scheint wie immer - das ist natürlich der Stoff, der hier behandelt werden will. Bei manchen Journalisten (anderer Medien!) fällt es nicht auf, wenn sie weg sind, weil sie ohnedies so wenig schreiben, dass man meint, sie befänden sich ständig auf Urlaub. Bei Dusini verhält es sich genau umgekehrt: Er schreibt so viel, dass noch genug auf Halde liegt, um die Zeit seiner Absenz zu überbrücken; ja, man muss sich sogar tummeln, die Texte einzuhängen, damit die nicht nach seiner Rückkehr noch immer in der Lade lagern.

Freizeit und Sex werden überschätzt, und Dusini weiß das. Wenn ihm das Artikelvorschreiben fad wird, schreibt er halt schnell ein Buch. Einen Vorabdruck daraus finden Sie auf Seite 34. Wenn Tex Rubinowitz nicht zeichnet, gurkt er rum. Wenn er nicht zeichnet und nicht rumgurkt, schreibt er darüber. Das Buch "Rumgurken“ ist dieser Tage in Wien präsentiert worden. Wenn wir davon berichten (S. 38), mag das wie Freunderlwirtschaft aussehen, tatsächlich aber ist es Notnepotismus: Der Termin, über den Maik Novotny hätte berichten sollen, ist nämlich kurz vor Redaktionsschluss buchstäblich ins Wasser gefallen. Außerdem: Auch Freunde schreiben gute Bücher!


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