Meinesgleichen

Florian Klenk wird Chefredakteur des Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Manchmal trifft es der Titel dieser Kolumne wirklich. Ich darf dem Publikum des Falter mitteilen, dass die Eigentümer des Falter meinen Vorschlag angenommen haben, Florian Klenk zum Chefredakteur dieses Blattes zu ernennen. Gleichzeitig waren sie so freundlich, mich in diesem Amt zu belassen und außerdem zum Herausgeber zu bestellen. Florian Klenk und ich werden in den nächsten Jahren den Falter gemeinsam als Chefredakteure führen. Das sind gute Nachrichten. 1973 geboren, vier Jahre vor Gründung dieses Blattes, hat der promovierte Jurist Klenk nach Anfängen beim Kurier 1998 als freier Journalist beim Falter begonnen. Nach zwei erfolgreichen Jahren bei der Zeit kehrte er 2007 zurück, wo er mit mir, Artdirektor Dirk Merbach, den er von der Zeit "mitbrachte“, und dem Falter-Team maßgeblich den Relaunch mitgestaltete.

Klenk hat den investigativen Journalismus der letzten Jahre in Österreich geprägt wie kein anderer, er hat mit den von ihm aufgedeckten Affären (von Grassers Homepage bis zum Aktensack der Justiz) wesentlich dazu beigetragen, den Falter als politische Wochenzeitung zu profilieren. Seine Fähigkeiten als Blattmacher qualifizieren ihn ebenfalls für die neue Position. Der Falter dokumentiert mit dieser Besetzung, dass er seinen Weg als österreichisches Qualitätsmedium mit europäischer Gesinnung fortsetzen wird. Ich freue mich darauf, mit Klenk gemeinsam Woche für Woche das Schwerste und zugleich Einfachste zu versuchen: guten Journalismus zu machen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige