Vorwärts! Wohin?

Politik | Überblick: Robert Misik | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Die Kapitalismus-Krise führte zu einer Abwahlorgie linker Regierungen. Nach François Hollandes Sieg schöpft die Sozialdemokratie wieder Hoffnung. Zu Recht?

Der Kapitalismus ist in einer Systemkrise, aber jenen, die ihn zähmen wollen, geht es auch nicht gut. Spricht man heute mit Sozialdemokraten oder Funktionären anderer Linksparteien, schleicht sich schnell ein depressiver Ton in das Gespräch: Eigentlich sei doch der Neoliberalismus gescheitert, eigentlich müsste das doch ein "sozialdemokratischer Moment“ sein. Ja - sollte, müsste, könnte.

In der Praxis ist es umgekehrt: Die konservative Hegemonie in Europa ist so stark wie lange nicht, in Deutschland regiert Angela Merkel, in Großbritannien und Spanien wurden sozialdemokratische Regierungen abgewählt, in Italien bekommen die Linken trotz Berlusconis Abgang keinen Fuß auf den Boden, auch in traditionell "linken“ Gesellschaften wie Schweden bieten rote Parteien ein eher klägliches Bild. Mit ihren Slogans "gesunde Staatsfinanzen“


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