"Mit Schulden muss Schluss sein!“

Politik | Interview: Robert Misik | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel über den Fiskalpakt, die Eurokrise und den fehlenden "Killerinstinkt“

Sigmar Gabriel, 52, war Ministerpräsident in Niedersachsen, Umweltminister in der Großen Koalition und ist seit drei Jahren Parteivorsitzender der SPD. Die führt er allerdings in einer "Troika“, zu der auch Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und der Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier zählen. Wer von ihnen nächstes Jahr als Kanzlerkandidat Angela Merkel herausfordert, wird demnächst von den dreien ausgepokert werden müssen.

Falter: Nach dem Ausbruch der Finanzkrise hätte man eigentlich annehmen können, dass konservative Politik abgewirtschaftet hat. Stattdessen wurden aber vor allem Sozialdemokraten abgewählt. Woran lag’s?

Sigmar Gabriel: Sie sind vor allem in jenen Ländern abgewählt worden, wo sie in der Regierung versuchen mussten, mit umstrittenen Maßnahmen ihre Länder vor dem Kollaps zu bewahren. Sie haben den Preis für unpopuläre Maßnahmen bezahlen müssen. Aber


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