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Bücher, entstaubt

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Die Machiavellis da oben

Wenn ein Mann für die Schizophrenie unserer Zeit steht, dann Josef Ackermann. Bis vergangene Woche war "Joe“ Chef der Deutschen Bank, in den Medien war er zugleich Held und noch größerer Antiheld. Im Wirtschaftsteil der Zeitungen gefeiert als Erfolgsbankier, der Deutschland im Heuschreckenkonzert mitspielen lässt; im Politikteil gescholten als Symbol für Gier, Arroganz und Rücksichtslosigkeit. Wie lebt man damit? Im Suhrkamp-Verlag ist vor drei Jahren das Büchlein "Die da oben“ erschienen. Zwei Journalisten interviewten zwölf Topmanager über ihren Blick auf das Leben und die Politik, die Wirtschaft und die Gesellschaft. Das sehr zu empfehlende Ergebnis klingt so: "Machiavelli - ganz nett“.

Nolte/Heidtmann: Die da oben. Suhrkamp 2009, 202 S., € 12,40


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