Technik  

Auch Konsolen-Kids können jetzt Scrabble spielen

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Was tun im Urlaub, wenn es dauerregnet, der Gesprächsstoff erschöpft ist und die Stimmung am Tiefpunkt? Variante eins: Man daddelt auf Smartphone oder iPad herum. Variante zwei: Man spielt ein sogenanntes Gesellschaftsspiel. Noch schöner ist es natürlich, wenn man Varianten eins und zwei verbinden kann.

Für verregnete Urlaubstage gibt es die beliebtesten Spieleklassiker als Apps. Da wäre etwa "Mensch-ärgere Dich nicht“ im Originaldesign. Allen Spielkonsolen-Kids sei gesagt: Es geht darum, alle vier Zielfiguren "nach Hause“ zu bringen, wobei man fieserweise von Mitspielern vorher rausgeschmissen werden kann. Für bis zu vier Spieler, unterhaltsam und einfacher zu erlernen als jeder Egoshooter.

Für Paarspieler bieten sich Mühle, Dame oder Backgammon an. Per Wischgeste auf dem Touchscreen lassen sich die Spielsteine verschieben, allerdings fehlt ein Onlinemodus, um im Netz gegen andere Spieler anzutreten. Bildungshungrige und Angeber haben sicher Spaß an der "Trivial Pursuit“- und der Scrabble-App.

Alle Spiele gibt es günstig für iPhone, iPad und Android, wegen der Bildschirmgröße machen sie aber vor allem auf dem Tablet Spaß. Die analogen Spiele entfalten auf dem Touchscreen einen durchaus eigenen Reiz. Nur ein Unterhaltungseffekt fehlt: Bei "Mensch ärgere Dich nicht“ kann man nicht einfach vor Zorn die Figuren vom Spielbrett fegen, wenn man kurz vor dem Ziel rausgeschmissen wird. Aber für schlechte Verlierer gibt es immerhin die Neustart-Taste.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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